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Heizung24. Juni 20268 Min. Lesezeit

Wärmepumpe im Altbau: Wann sie wirklich funktioniert

Zwischen Mythos und Machbarkeit — ein realistischer Blick auf Voraussetzungen, Kosten und typische Stolperfallen.

„Wärmepumpen funktionieren nur im Neubau“ — dieser Satz hält sich hartnäckig. In der Praxis lässt sich eine Wärmepumpe auch im Bestand effizient betreiben, wenn drei Bedingungen erfüllt sind.

1. Vorlauftemperatur unter 55 °C

Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto besser die Jahresarbeitszahl. Ein hydraulischer Abgleich und der Austausch einzelner Heizkörper reichen oft aus, um dieses Ziel zu erreichen.

2. Gedämmte Gebäudehülle

Die Hülle muss nicht KfW-40-Niveau erreichen. Aber Dach, oberste Geschossdecke und Kellerdecke sollten sinnvoll gedämmt sein — sonst wird jede Heizung ineffizient.

3. Realistische Auslegung

Eine sorgfältige Heizlastberechnung verhindert Über- oder Unterdimensionierung. Beides führt zu höheren Betriebskosten und geringerem Komfort.

In 8 von 10 Bestandsgebäuden ist eine Wärmepumpe technisch machbar — die Wirtschaftlichkeit entscheidet sich im Detail.

Von Redaktion Strom & warmAlle Beiträge